Thermische Verfahren

Die thermische Wärmeauslagerung verhindert, dass der atomare Wasserstoff, welcher beim Galvanisieren entsteht, ins Metallgefüge eindringen kann und sich dort zu molekularem Wasserstoff verbindet. Dies könnte ansonsten zu kleinsten Haarrissen führen.

Durch zusätzliches Tempern nach dem chemischen Vernickeln kann die Schichthärte deutlich verbessert werden.


Grundmaterialmax. TeilegrößedekorativKorrosionsschutztechnisch/funktionell
Tempern, AnlassenFE2800 x 450 x 800

gut geeignet

FE = Eisen, Stahl

Tempern

Anwendung:

  • Wasserstoffentgasung
    Bei Beizprozessen und Elektrolyse-Verfahren entsteht Wasserstoff, der durch Diffusion, vor allem bei hochfesten Stählen, zur Versprödung und zum Bruch eines Bauteiles führen kann. Durch Tempern bei ca. 180 – 200 °C über ca. 2 Stunden kann einem möglichen Schaden entgegen gewirkt werden. Das Tempern sollte unmittelbar nach dem Galvanisierprozess erfolgen. In besonderen Fällen wird die Elektrolyse unterbrochen, getempert und dann weiter galvanisiert.
  • Chemische Vernicklung
    Durch Tempern bei ca. 400°C über 4 Stunden lässt sich die Härte chemisch hergestellter Nickelschichten von ca. 480 - 500 HV auf ca. 1000 - 1100 HV steigern. Dadurch werden zusätzliche Anwendungsgebiete erschlossen.

Ihr Ansprechpartner:

Bernhard Staggat

Anlassen

Anwendung:

Anlassen ist ein thermischer Prozess mit dem Zweck, innere Spannungen in einem Bauteil abzubauen.

Ihr Ansprechpartner:

Bernhard Staggat